Zehn Acts. Sechs Herkunftsländer. Eine wunderbar gestörte Verbindung aus elektronischer Musik und bewegten Bildern.
01 // Ausgangspunkt
Paul BirkenACID INSIDE.
Roher Acid-Techno aus Minneapolis. Seine Maschinenmusik trifft in den Promo-Videos auf seltsames Bildmaterial – ein idealer Einstieg in Hirnflimmerns musikalisches Paralleluniversum.
Das Einbetten lädt YouTube. Alternativ öffnet der direkte Link das Originalvideo.
Unsere Auswahl
Von Acid zu Bildsalat
Paul Birken ist der Ausgangspunkt. Von hier führt die Spur zu rhythmischem Videosampling, zerlegtem Fernsehen, Net Art und absurdem Sample-Kino. „Trash“ ist unsere kuratorische Klammer – kein gemeinsames Genre und keine Selbstbezeichnung aller Acts.
Mikro · Werkzeuge von Michael Suding
Vom Loop auf die Wand.
Ein seltsames Bild, ein kurzer Schnipsel, eine Wiederholung im richtigen Moment: Daraus kann eine ganze Bildwelt entstehen. Für alle, die nach dieser Reise durch Videosampling und Mediencollage selbst mit bewegten Bildern spielen wollen, entwickelt Hirnflimmern-Macher Michael Suding zwei eigene Apps. MikroPacker bereitet das Material vor. MikroMapper macht daraus eine Live-Projektion.
In Entwicklung · Vorschau
01 // Schneiden & vorbereiten
MikroPacker
Reinwerfen. Schneiden. Optimieren. Exportieren.
Bildschirmansicht aus dem Handbuch · v5.5
Aus einem langen Film werden kleine Bildbausteine: MikroPacker findet harte Szenenschnitte, sammelt deine markierten Schnipsel und gibt die ausgewählten Stücke als einzelne Dateien aus. Mit Beat-Erkennung, Tap-Tempo und bildgenauem Schnitt ordnest du das Material rhythmisch neu. Chop, Stutter, Repeat und Reverse machen aus Bewegung ein Muster.
18 Effekte, 14 Übergänge, animierte Texte und zusätzliche Video-Ebenen geben den Bildern einen eigenen Charakter. Das Ergebnis geht als optimiertes Medienpaket an MikroMapper oder als Video etwa zu YouTube, Reels und TikTok. Auch Fotos lassen sich in bewegte Clips verwandeln – für VJ-Sets, Musikvideos, Bühnen und die nächste schräge Idee.
Release geplant: Dezember 2026 Mac & Windows geplant
Der Bildschirm ist erst der Anfang. MikroMapper legt Videos, Bilder, Texte und Shader auf Wände, Objekte, Fassaden und Bühnenbilder. Du ziehst Flächen auf, passt die Perspektive über die Ecken an und schneidest das Bild mit Masken in Form. Gitter erlauben Anpassungen an gewölbte Flächen; Mischmodi und weiche Kanten verbinden die einzelnen Projektionen.
721 Animationen, darunter 156 GPU-Visuals, liefern den Einstieg; eigene Medien und ISF-Shader erweitern das Repertoire. Takt, Audio und MIDI steuern die Bilder, die Set-Matrix ruft vorbereitete Kombinationen ab. So wird aus gesammelten Loops ein spielbares Bildinstrument – vom kleinen Objekt auf dem Tisch bis zum Bühnenaufbau.
Release geplant: November 2026 Mac & Windows geplant
Eigene oder freigegebene Clips in MikroPacker schneiden, auf den Beat bringen und als Loops vorbereiten.
Bilder live spielen
Das Paket in MikroMapper öffnen, auf deine Flächen legen und mit Musik, Reglern oder MIDI verändern.
Aufnehmen und weiterdrehen
Eine Mapper-Session aufnehmen und im Packer weiterbearbeiten. Mit dem zugehörigen Beipackzettel werden Tempo und Inhaltswechsel übernommen.
Wenn beide Apps denselben Mediathek-Ordner nutzen, stehen dort ausgegebene Pakete direkt in beiden bereit. Aus dem Schnitt auf die Wand und wieder zurück.
02—06 // VIDEO SAMPLING & TRASH
Die fünf nächsten Abzweigungen
02
UK · international
Eclectic Method
Video remixFilm samplesDancefloor
Film, Fernsehen und Games werden zu audiovisuellen Mash-ups. Die geschnittenen Bilder liefern zugleich das Klangmaterial; Popkultur funktioniert plötzlich wie eine Drum-Machine.
Jeroen Hofs arbeitet mit audiovisuellen Samples, eigener Software und körperlicher Steuerung. Beim SenSorSuit lösen Bewegungen die Samples aus: ein Instrument aus Bild, Ton und Körper.
Fernsehbilder, Politik und Werbebotschaften werden zerhackt und auf harte Beats montiert. EBN macht aus den Medien selbst eine audiovisuelle Gegenattacke.
Aufgezeichnete Musiker werden zu einer virtuellen Band zusammengeschnitten. Orchestra of Samples lässt hören und sehen, wie aus getrennten Aufnahmen eine neue Komposition entsteht.
Michaël Borras nennt seine Bewegung French Trash Touch. Video, Remix, GIFs und musikalische Projekte verbinden sich bei ihm zu einer eigenen digitalen Medienwelt.
Vicki Bennett setzt vorhandene Bilder und Klänge zu dunklen, witzigen Collagen zusammen. Hier führt die Reise vom tanzbaren Loop tiefer ins absurde Filmarchiv.
Medienfragmente und Soundcollagen werden zu irritierender Musik und Medienkritik. Die Videoarbeiten entstehen auch mit anderen Filmschaffenden – etwa Ryan Worsley.
Don’t Don’t Get Freaked Out · Negativland + Ryan Worsley
Elektronische Beats treffen auf surreale Animation. WAMONO verbindet HIFANAs Musik mit der Bildwelt von +CRUZ / W+K Tokyo Lab: Ukiyo-e-Anklänge und seltsame Figuren.
WAMONO · Musik: HIFANA / Video: +CRUZ (W+K Tokyo Lab)
Das Duo verknüpft Filmfragmente und Musikgeschichte. Astro Black nutzt Science-Fiction und Afrofuturismus für eine alternative Erzählung musikalischer Verbindungen.